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Bäcker-Innung Kulmbach bimmelt zur besonderen Jubiläumssitzung

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Mit dieser Handwerksglocke läutete Obermeister Ralf Groß - im wahrsten Sinne des Wortes - die Jubiläumssitzung ein.
Fotos: Schmid / KHS

18.04.2026
160 Jahre alt und Produkte so knackig, frisch und lecker wie eh und je.
Die Rede ist von der Bäcker-Innung Kulmbach. Sie kann in diesem Jahr ihr 160-jähriges Bestehen feiern.
Obermeister Ralf Groß, seinem gesamten Vorstandsteam und allen Innungsmitgliedern waren die Freude und der Stolz, eine solch besondere Jubiläumssitzung begehen zu können, spürbar anzumerken. Auch, weil die Bedeutung des regionalen Bäckerhandwerks ungebrochen groß ist, ebenso wie die Herausforderungen für eine Branche, deren Leckereien am Anfang und am Ende eines Tages schlichtweg niemand missen möchte.

Nachdem Obermeister Ralf Groß die Gäste auf das Herzlichste begrüßt hatte, hob er die besondere Verantwortung des Bäckerhandwerks in Zeiten des Wandels hervor: ,,160 Jahre Innungsgeschichte bedeuten 160 Jahre Leidenschaft, Qualität und Zusammenhalt. Unsere Betriebe stehen für echtes Handwerk, für regionale Wertschöpfung und für Produkte, die Menschen täglich begleiten." Gleichzeitig blickte er nach vorne und verwies auf die Herausforderungen der Branche - vom Fachkräftemangel über steigende Rohstoff-Preise bis hin zur Digitalisierung. 

Der Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, Matthias Graßmann, würdigte in seinem Grußwort die Bäcker-Innung Kulmbach als ,,verlässliche Säule des oberfränkischen Handwerks". Weiterhin hob er die Bedeutung des Bäcker-Berufs für regionale Identität, Versorgungssicherheit und Ausbildungsqualität hervor.

,,Als Mitglieder der Bäcker-Innung verkörpern Sie ein Handwerk mit Tradition, Leidenschaft und Qualität. Sie stehen in Ihren Betrieben nach wie vor für beste Qualität und auch für lokale Spezialitäten, die nur Sie kreieren und ordentlich produzieren können." Als Beispiel hierfür führte er den Kulmbacher Bratwurststollen an. Eben ein Stollen, der in seiner Art - mit Anis besetzt - wohl einzigartig in ganz Deutschland sein dürfte.

Ja, man sei sich einig und dessen bewusst - führte Graßmann aus - dass die Zeiten, als in jedem Kulmbacher Stadtteil gleich mehrere Bäckereien zu finden waren, vorbei sind und wohl auch so schnell nicht wiederkehren.

,,Doch trotz vieler Betriebsaufgaben halten Sie alle am handwerklichen Qualitätsanspruch fest. Und das gerade in der heutigen Zeit, in der Ihnen große Industriebetriebe und vor allem die Supermärkte und Discounter mit ihren Back-Automaten das Leben schwer machen. Sicherlich ist Ihr Gewerk auch stark belastet von bürokratischen Vorgaben, hohen Energie- und Rohstoffpreisen sowie Schwierigkeiten, neue Azubis und passende Fachkräft zu finden. Dennoch bitte ich Sie, den Kopf nicht hängen zu lassen und weiter für Ihr Handwerk einzustehen, so wie die Innung das in den vergangenen 160 Jahren getan hat! " 

Mit dem Jubiläum setzt die Bäcker-Innung Kulmbach ein starkes Zeichen für die Bedeutung des regionalen Handwerks - damals, heute und morgen.