Premiere: Standorte Kulmbach & Bayreuth sprechen gemeinsam frei

Die bislang einzeln abgehaltenen Feiern an unterschiedlichen Tagen und an unterschiedlichen Orten der beiden KHS-Standorte Bayreuth und Kulmbach sind dieses Mal zu einer großen, gemeinsamen Feier im Audimax der Uni Bayreuth zusammengeschmolzen.
Lesen Sie nachstehend den ausführlichen Artikel über unsere Freisprechungsfeier, verfasst durch den freien Journalisten Werner Reißaus:
Bayreuth. Erstmals fand die Freisprechungsfeier für die Standorte Bayreuth und Kulmbach der Kreishandwerkerschaft Oberfranken Mitte gemeinschaftlich im AudiMax der Universität Bayreuth statt.
In diesem Sommer nahmen aus Bayreuth und Kulmbach von den Gesellen- beziehungsweise Abschlussprüfungen 197 Prüflinge aus 17 Ausbildungsberufen des Handwerks teil. Dabei legten 165 Prüflinge (134 Männer und 31 Frauen) die Prüfungen mit Erfolg ab. Vier Prüflinge konnten krankheitsbedingt die Prüfung nicht ablegen. Allein 42 Prüflinge kamen vom Ausbildungsberuf Zimmerer/in und 34 Prüflinge absolvieren den Ausbildungsberuf im Schreinerhandwerk.
Die Eröffnung und damit auch die Begrüßung der Freisprechungsfeier nahm Kreishandwerksmeister Karl-Michael Hopf aus Bayreuth vor. Der Geschäftsführer der Handwerkskammer für Oberfranken, Prof. Dr. Sebastian Serfas, begann sein Grußwort mit einer positiven Botschaft: „Das Handwerk ist und bleibt eine hervorragende Karriereoption!“
Damit setzte er gleich ein deutliches Zeichen gegen die vielen negativen Schlagzeilen und Nachrichten, die ständig nur die Probleme der Wirtschaft und Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen: „Natürlich muss man auch diese ansprechen, aber Mutlosigkeit und schlechte Stimmung, die viele Menschen Tag für Tag stärker verunsichern, helfen uns nicht weiter, wir müssen vorwärts gehen und anpacken.“
Diese Worte sagte der Geschäftsführer der Handwerkskammer für Oberfranken nicht einfach so dahin, sondern er hatte dafür auch eine ganze Reihe an Belegen und Fakten aufgezählt, denn schließlich hatte man die Freisprechungsfeier auch in einer ehrwürdigen Universität auserwählt und an vier Punkten machte das Prof. Dr. Sebastian Serfas auch deutlich:
- Das oberfränkische Handwerk hat zum dritten Mal in Folge bei den neu eingetragenen Lehrverträgen ein Plus erreicht. Und das, trotz wirtschaftlich und gesell-schaftlich herausfordernder Zeiten. Während die Industrie Arbeitsplätze abbaut und ein kräftiges Minus bei den neuen Ausbildungsverträgen zu verzeichnen hat, legt das Handwerk gegen den Trend zu und baut seine Position als Ausbilder Nummer 1 weit aus.
- Nach einer Analyse des Bundesinstitutes für Berufsbildung sind zudem die Azubi Vergütungen im Handwerk in den letzten Jahren prozentual stärker gestiegen als die in anderen Branchen.
- Zudem kommt eine kürzliche Umfrage der IKK Classic zu dem Ergebnis, dass Handwerkerinnen und Handwerker deutlich zufriedener sind als andere Berufsgruppen, unter anderem weil die Arbeit im Handwerk als abwechslungsreich und sinnstiftend empfunden wird,
- Zugleich bewerten laut der Studie 85 Prozent aller Handwerkerinnen und Handwerker ihre Gesundheit als gut bis sehr gut. Das sind deutlich mehr als in anderen Wirtschaftsbereichen, wo der Durchschnitt bei unter 70 Prozent liegt.
Damit war für Geschäftsführer Prof. Dr. Sebastian Serfas klar, dass das Handwerk nicht nur eine hervorragende Karriereoption ist, sondern auch Körper und Seele guttut:
„Das heißt, liebe Gesellinnen und Gesellen, dass sie mit ihrer beruflichen Entscheidung für das Handwerk alles richtig gemacht haben. Sie haben sich für einen Beruf mit Zukunft und für eine Karriere mit erstklassiger Perspektive entschieden, dazu schon mal herzlichen Glückwunsch. Natürlich gibt es auch im Handwerk Herausforderungen und es ist nicht alles Gold, was glänzt. So ist es schade, dass wir auch in diesem Jahr nicht alle Ausbildungsplätze besetzen konnten. Wir müssen hier also dranbleiben und weiter für das Handwerk, seine Chancen und vor allem seine echten Vorteile werben und einstehen. Dazu passt auch das Motto der aktuellen Imagekampagne des deutschen Handwerks, das schlichtweg lautet: ,Wir können alles, was kommt.' Das heißt auch, Sie liebe Gesellinnen und Gesellen, Sie können alles, was kommt.“
Prof. Dr. Sebastian Serfas machte deutlich, dass die insgesamt 409 Ausbildungsbetriebe aus Bayreuth und Kulmbach, die momentan 937 junge Menschen ausbilden, die Basis für die Erfolge sind. Der Geschäftsführer der HWK für Oberfranken dankte aber auch den Meisterinnen und Meister in den Ausbildungsbetrieben, den Lehrerinnen und Lehrer in den Berufsschulen, den Ausbilderinnen und Ausbilder in der Handwerkskammer und ganz besonders natürlich den Familien und Freunden. Und eines war Prof. Dr. Serfas noch wichtig: „Bleiben Sie bitte weiter am Ball!“
Geehrt wurden insgesamt 16 Prüfungsbeste, die einen Notendurchschnitt von 1,1 bis 1,5 hatten:
- Elias Hauenstein, Trebgast, Schreiner, Schreinerei Stahlmann GmbH, Bayreuth (Note 1,1.)
- Lucas Schneider, Thurnau, Schreiner, Schreinerei Jürgen Riedel GmbH und Co KG, Eckersdorf (1,2).
- Florian Hofknecht, Heiligenstadt, Maurer, Christoph Lang GmbH, Waischenfeld (1,2).
- Paul Kühn, Kasendorf, Schreiner, Schreinerei Erwin Wölfel, Wonsees (1,3).
- David Poser, Hollfeld, Schreiner, Hertel Möbel, Gesees (1,4).
- Luca Hertel, Creußen, Maurer, Hertel Bau, Creußen (1,4).
- Lukas Huth, Mainleus. Zimmerer, Zimmerei Heinz Konrad, Kulmbach (1,4).
- Magdalena Seitz, Freystadt, Klempnerin, Lang-Spenglerei GmbH, Reichertshofen (1,4).
- Mike Panzer, Prebitz, Maurer, Hertel Bau, Creußen (1,4).
- Dominik Hofmann, Thurnau, Elektroniker, Elektro Hetz GmbH, Kulmbach, (1,4).
- Nicolas Landgraf, Kulmbach, Schreiner, Schreinerei Hermann Horner, Kasendorf (1,4).
- Anne Weber, Gefrees, Kreativ/Holz/Design GmbH, Bindlach (1,4).
- Paul Münch, Mainleus, Maurer, Popp Baugeschäft GmbH, Kulmbach (1,4).
- Andre Protze, Helmbrechts, Zimmerer, Zimmerei Dümmling GmbH, Helmbrechts (1,5).
- Jacob Kleinhenz, Schwaig bei Nürnberg, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker, Fahrzeugbau Meier GmbH, Altdorf (1,5).
- Karolin Horn, Geroldsgrün, Schreinerin, Bodenschlägel GmbH & Co KG, Rugendorf (1,5).
Die Dankesworte der Prüflinge sprach Elias Hauenstein. Das Schlusswort sprach nach der gemeinsam gesungenen Nationalhymne der stellvertretende Kreishandwerksmeister Hans Schwender, der zugleich dem Prüfungsbesten Elias Hauenstein ein Kompliment für seine Dankesworte im Namen aller Prüflinge aussprach.
Schwender verwies auch kurz auf die EuroSkill, die Europameisterschaft im Handwerk, die vor wenigen Tagen in Dänemark stattfand und ein Auszubildender aus Oberfranken hat Deutschland hervorragend vertreten und die Exzellenzmedaille erhalten hat: „Das Deutsche Handwerk hat die zweitmeisten Medaillen bei dieser Europameisterschaft gewonnen. Dies zeigt, wie gut unser Handwerk ist. Dies wünsche ich euch Junggesellen auch für die Zukunft!“
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Sämtliche BILDER zur Freisprechungsfeier können Sie unter nachstehendem Link einsehen: https://photos.app.goo.gl/x1DDVPCo6WZsTP1n9
ACHTUNG: Bitte beachten Sie, dass die Bilder zum privaten Gebrauch gedacht sind. Sollten Sie die Fotos zu öffentlichen (Werbe-)Zwecken nutzen wollen, dann ist dies nur im Zusammenhang mit der Nennung des Copyrights unter der Angabe "Fotos: Kreishandwerkerschaft Oberfranken Mitte / Frank Wunderatsch" gestattet.




















